Schon während der Schwangerschaft können Sie viel für sich, Ihren Körper und Ihr Baby tun und sich körperlich und seelisch auf die Geburt vorbereiten, und zwar lange vor dem traditionellen Geburtsvorbereitungskurs durch Ihre Hebamme oder die Klink Ihrer Wahl.
Es gibt ein großes Angebot an unterschiedlichsten Kursen und Workshops für werdende Mütter. So können Sie wählen ob Sie lieber mit konventioneller Schwangerschaftsgymnastik, Bauchtanz, Tomatis, Yoga oder im Wasser selbst aktiv werden oder sich mit Shiatsu, Aromamassage oder Akupunktmassage verwöhnen lassen möchten.
Was Sie sich selbst außerhalb dieser Angebot Gutes tun können, verraten wir Ihnen hier:
Dammmassage
Ein fixer Bestandteil der traditionellen Geburtsvorbereitung ist auch bei uns die Dammmassage. Verwenden Sie hierfür am besten naturreines kaltgepresstes Weizenkeimöl - es verfügt über den höchsten Anteil an Vitamin E, dringt tief ins Gewebe ein und erhöht die Elastizität. Der Zusatz von Aromaölen ist grundsätzlich nicht erforderlich, um aber einen besseren Duft zu erzeugen, kann dem Pflanzenöl ein Tröpfchen reines Rosenöl beigemischt werden. So kann die Dammmassage auch gleich eine harmonisierende Wirkung auf die Seele bewirken.
Anleitung zur Dammmassage
Beginenn Sie ruhig schon im zweiten Schwangerschaftsdrittel mit der regelmässigen Dammmassage, gegen Ende der Schwangerschaft wird sie ohnehin zum akrobatischen Akt, der nicht mehr wirklich gut gelingt.
Am besten ölen Sie Ihre Hände satt mit Weizenkeimöl ein und beginnen mit leerer Blase und sauberen Händen *g* mit der Massage.
Führen Sie den Daumen etwa 5cm tief in die Vagina, streichen Sie mit Druck nach unten, und führen Sie den Mittelfinger schwungvoll von 3 Uhr nach 9 Uhr und wieder zurück. Ein Massieren der Haut des Dammes zwischen Daumen und Mittelfinger kann zusätzlich stattfinden.
Die Massage kann auch vom Partner ausgeübt werden, der dann besser die Zeigefinger verwendet.
Verspüren Sie ein unangenehmes Gefühl Reibung oder Spannung, verwenden Sie mehr öl.
Natürlich dürfen Sie bei der Dammmassage keine Schmerzen haben, um aber einen nachhaltigen Effekt zu erzielen, reicht einfaches Streichen ohne Druck nicht aus. Also, es darf schon ein bisschen unangenehm sein ;-)
Epi-no
Epi-no ist ein kleiner Ballon aus medizinischem Silikon, der der traditionellen Geburtsvorbereitung verschiedener Naturvölker nachempfunden ist. Schwangere in Afrika dehnen nämlich ihren Damm und Scheidenausgang einige Woche vor der Geburt, um sich unangenehme Dammverletzungen zu ersparen.
So ist es auch mit Epi-no möglich, etwa drei Wochen vor der Geburt beginnend, den Damm langsam und vorsichtig - ganz im eigenen Tempo - auf die bevorstehende Dehnung während der Geburt vorzubereiten und einer Dammverletzung oder einem Dammschnitt damit vorzubeugen.
Auch für die Rückbildung zum Beckenbodentraining mit Biofeedback zu verwenden!
Brust: Vorbereitung aufs Stillen
Wenn Sie Ihr Baby stillen möchten, ist es sinnvoll, die Brustwarzen schon während der Schwangerschaft ein wenig abzuhärten. Babys saugen kraftvoll und das kann anfangs zu schmerzhaft offenen Brustwarzen führen. Es gibt einige Tipps, die hierzu empfohlen werden:
* Abreiben der Brustwarzen mit einem Bürstchen oder trockenen Frotteewaschlappen
* Abreiben der Brustwarzen mit einer halben Zitrone
* Beim Duschen ruhig mal die Brüste kalt abduschen (übrigens auch gut für den Dammbereich!)
Sinnvoll ist es durchaus schon während der Schwangerschaft Kontakt mit einer Stillberaterin aufzunehmen. Das richtige Anlegen des Babys kann vor schmerzenden Brustwarzen bewahren. Mehr Informationen finden Sie hier.
Schmieren: Schwangerschaftsstreifen vorbeugen
Vergessen Sie nicht auf die regelmässige Pflege von Bauch, Busen und Oberschenkel, um Dehnungsrissen im Gewebe, den so genannten Schwangerschaftsstreifen, vorzubeugen. Weizenkeimöl eignet sich gut, weil es sich tief ins Gewebe einarbeiten lässt und mit hohem Vit. E-Anteil für Elastizität sorgt. Am besten: Zupfmassage!